Nordöstlich des Sonnenbühler Ortsteils Genkingen liegt die im Jahre 1517 entdeckte Nebelhöhle. Der "neue Teil" wurde am 8. März 1921 entdeckt.
Die Namensgebung ist unklar, am häufigsten ist jedoch in alten Dokumenten "Nebelloch" und "Loch, aus dem die Nebel steigen", genannt.
141 Treppenstufen steigen Sie hinab, um in die ca.. 25 m unter der Erdoberfläche gelegene und mit beiden Seitengängen etwa 450 m lange Tropfsteinhöhle zu gelangen. Vor ca. 150 Mio. Jahren entstand sie im Weißjura und gibt Zeugnis von der Wasserführung im Körper der mittleren Kuppenalb. Während des ganzen Jahres herrschen in der Höhle konstante Bedingungen: über 90 % Luftfeuchtigkeit und ca. 9 ° C Temperatur.
Die atemberaubenden Stalagmiten (Bodentropfsteine) und Stalagtiten (Deckentropfsteine) sind durch die Wasserführung entstanden. Sie wachsen heute noch zu Säulen oder phantastischen Figuren heran: in 60 Jahren bildet sich ungefähr 1 Kubikzentimeter Tropfstein.
Beim Wiederaufbau des "Neuen Schlosses" in Stuttgart, wurde ein großer kegelförmiger Stalagmit in dünne Platten zersägt und als Wandschmuck verarbeitet.
Der Hauptgang durch die Höhle ist ein treppenloser Erdweg, in die Seitengänge führen Treppen. Die Nebelhöhle ist für Rollstuhlfahrer nicht geeignet.
Jedes Jahr zu Pfingsten findet das Nebelhöhlenfest statt, das auf den Besuch des Königs Friedrich I von Württemberg im Jahr 1803 zurückgeht.
Nordöstlich des Sonnenbühler Ortsteils Erpfingen entdeckte am 30. Mai 1834 der Erpfinger Schullehrer Fauth die Karlshöhle, als ihm beim Heilkräuter sammeln die Schnupftabaksdose aus der Westentasche gefallen und in einem Spalt verschwunden war. Namenspate der Höhle war der damals 11jährige Kronprinz Karl von Württemberg, der die Höhle kurz nach ihrer Entdeckung besuchte. Sie besteht aus 7 Hallen, jede davon hat eine andere Deckenbildung.
15 Jahre später beobachtete der damalige Gemeinderat und Höhlenführer Karl August Bez Feldermäuse, die in einer Öffnung am Höhlenende verschwanden. Am 27. Dezember 1949 fand er über dieses Loch die Fortsetzung der Karlshöhle - die Bärenhöhle. Sie verdankt ihren Namen den dort gefundenen Skeletten des Höhlenbären. Besonders bemerkenswert ist ihr reicher Tropfsteinschmuck.
Die Karls- und Bärenhöhle ist insgesamt 292 m lang, liegt ca. 20m unter der Erdoberfläche und ist als eine der bedeutendsten Tropfsteinschauhöhlen der Schwäbischen Alb eines der beliebtesten Ausflugsziele. Die ältesten Funde sind ca. 2 Mio Jahre alte Säugetierreste, die Jüngsten sind Pestleichen aus dem 30jährigen Krieg (1618-48). Das Skelett des Höhlenbären stammt aus der Eiszeit vor 50.000 bis 20.000 Jahren (Quartär).
Der Weg durch die Höhle ist befestigt, Höhenunterschiede werden durch kurze Treppen überbrückt. Rollstuhlfahrer können die Karlshöhle befahren (ca 150m)
Jedes Jahr an Christi Himmelfahrt begehen wir anlässlich der Öffnung der Bärenhöhle für die Besucher an Christi Himmelfahrt 1950 das Bärenhöhlenfest.
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Öffnungszeiten und weitere Informationen![]()
In der Gaststätte und am Imbissstand der Bärenhöhle gibt es Regionale Produkte. Kosten Sie doch mal wie die Schwäbische Alb schmeckt. Oder suchen Sie noch ein kleines Souvenir zum Mitbringen?